Mittwoch, 13. August 2008

Spielen unter Linux














[Abbildung: Freeciv - ein freies Kolonisationsspiel für Linux]

Viele Windowsumsteiger fragen sich, welche Möglichkeiten man unter Linux hat, ein wenig zu zocken wie man es unter Windows kennt.

Nun ja, vor dieser Frage stand ich auch, nach dem ich mich in meinem Linuxsystem zurecht gefunden habe und beim Thema Spiele angekommen bin.

Eines kann ich schon einmal vorweg nehmen: Computerspiele gibt es, auch kommerzielle Spiele. Und es gibt die Möglichkeit, Windows-Spiele unter Linux zu spielen. Jedoch gibt es auch eine Vielzahl an freien Spielen die sich in den Paketquellen von Ubuntu/Linux befinden.

Eine gute Übersicht über Spiele unter Ubuntu Linux findet Ihr im Wiki von Ubuntuusers.de:

http://wiki.ubuntuusers.de/Spiele


Dort findet Ihr eine Kurzbeschreibung der Spiele, eine Installationsanleitung sowie den Link zur offiziellen Spieleseite.

Ähnliches findet Ihr auf der Website "Spielen unter Linux", welche ebenfalls eine große Community hat, in welcher man sich über Spiele austauschen kann.

Nach der Installation von Ubuntu findet man unter Anwendungen -> Spiele die "Ubuntuspiele". Dies sind bekannte Kartenspiele wie zum Beispiel "Solitär" und andere, einfache Spiele.

Mit dem Programm "Wine" könnt Ihr Windowsspiele unter Linux spielen. Jedoch laufen bis dato nur einige Spiele unter dieser Open Source Anwendung, jedoch ist die Wine-Community gross und es wird ständig daran gearbeitet. Auf der Projektseite von Wine gibt es eine Programmdatenbank mit Windowsprogrammen, die zu 100 % unter Linux mit Wine laufen.

Außerdem gibt es einige kommerzielle Spieletitel, die für Linux übersetzt wurden und käuflich erworben werden können. Bei Ixsoft kann man beispielsweise welche Online bestellen.

Da das Spielen unter Linux ein Thema ist, über welches man eine ganze Website machen kann (siehe www.spielen-unter-linux.de), möchte ich mich in diesem Post recht kurz halten.

Fazit: Das Spielen unter Linux ist generell möglich. Da jedoch aktuelle Spielehitz noch nicht für Linux herausgegeben werden, werden evtl. richtige Zocker etwas enttäuscht seien. Jedoch lohnt es sich, immer einmal zu schauen, ob diese aktuellen Titel evtl. unter Wine laufen. Außerdem gibt es viele nette Spiele für den Zeitvertreib unter Linux, und das kostenlos!

Ich werde hier und da einmal ein Spiel unter Linux vorstellen.

Sonntag, 3. August 2008

DVD's und Video's mit dem VLC Player unter Ubuntu

Wer Ubuntu auf seinem Rechner installiert, wird nach dem ersten einlegen einer DVD nicht schlecht gucken, da diese nicht abgespielt wird. Dies stellt jedoch kein Problem dar, da man alles nachträglich einrichten kann. Selbst untern Windows muss man Zusatzprogramme installieren um DVDs abzuspielen. Da hilft der VLC Media Player ab. Diesen werden die meisten schon unter Windows kennen, aber den VLC gibt es auch für Linux. VLC findet Ihr in den Ubuntu Paketquellen.

1. Die Installation

- System->Systemverwaltung->Synaptic Packetverwaltung
- Suche: VLC - vlc zum Installieren auswählen inklusive aller dazugehörigen Pakete (diese werden
beim Markieren von VLC automatisch mit ausgewählt) und "Anwenden"


2. Die Einrichtung

Die meißten Videodateien werden nach der Installation unterstützt. Um jedoch DVDs zum Laufen zu bringen, muss libdvdcss installiert werden. Was libdvdcss ist, könnt Ihr im entsprechenden Wiki lesen und dort ebefalls das benötigte DEB-Paket downloaden.

3. Abspielen von DVDs

Hat man nun alles Installiert, lassen sich DVDs wie folgt abspielen:

- Datei-> Verzeichniss öffnen: DVD Laufwerk wählen



- dann kann es los gehen und das Menu der DVD startet:



Mehr zum Thema VLC Media Player findet Ihr auf folgenden Seiten:

http://www.videolan.org/
http://wiki.ubuntuusers.de/VLC?highlight=vlc

Sonntag, 20. Juli 2008

Multimedia mit Ubuntu

Für viele Nutzer ist Multimedia das wichtigste was ein PC heutzutage können muss (mal von den Zockern abgesehen). Ich wäre auch nicht zu Ubuntu gewechselt, würde Ubuntu keine gute Multimedialösung anbieten. In diesem Artikel möchte ich euch meine Anwendungen vorstellen, mit denen man unter Ubuntu Linux Musik hören kann, Video's gucken kann, Bilder bearbeiten und verwalten kann, sowie DVD's und CD's brennen kann.

Eins ist schon einmal aus meiner Sicht gesagt: Unter Ubuntu gehen diese Sachen problemloser und stabiler als mit kommerziellen Anwendungen unter Windows.

Musik / MP3's / Audio / Podcasts

Zunächst sollte jeder sicherstellen, daß alle notwendigen Codec installiert sind.
Dazu bitte den Post "Was muss noch zusätzlich installiert werden?" lesen.

Ich benutze zur Zeit lediglich ein Programm, um meine MP3's / Podcasts und Audiodateien zu hören: Rhythmbox-Musikplayer.

Rhythmbox ist bereits in der Grundinstallation von Ubuntu enthalten und muss eigentlich nur noch mit den auf dem Rechner befindlichen Musikstücken gefüllt werden. Wie bei iTunes oder dem Winamp Mediaplayer kann man Rhythmbox mit Wiedergabelisten bestücken, in denen man zum Beispiel seine Lieblingsmusikstücke hat, um nicht die ganze Bibliothek an Musikstück durchsuchen zu müssen. In der Musikbibliothek lassen sich die Songs nach Artist und Album sortieren. Eine sehr nützlich Funktion, wenn man mehrere hunderte Songs auf dem Rechner hat und einen bestimmten Song sucht oder man eine Wiedergabeliste zusammenstellen möchte.


Eine weitere Funktion ist die der Podcasts.

In Rhythmbox kann man die URL des Lieblingspodcasts einfach eingeben und schon werden alle verfügbaren Podcasts angezeigt und zu anhören bereitsgestellt. In meinen Podcast-Feeds sind zum Beispiel die CAZ "Welcome to your Weekend-Mix" nicht weg zu denken. Durch die Aktualisierungsfunktion werden neue Podcasts automatisch geladen und man verpasst keinen Podcast mehr.






Ein weiteres Programm, welches man in den Paketquellen findet, muss an dieser Stelle auch noch genannt werden, Audacious. Möchte man keine so umfangreiche Musikbibliothek nutzen wie Rhythmbox sondern einfach nur mal ein ganzen Album laden und dieses durch hören, oder eine einzelen Wiedergabeliste, ist Audacious eigentlich perfekt dafür. Dieser Player ist mit Winamp in früheren Jahren zu vergleichen, da es sehr einfach aufgebaut ist und man Fenster wie z.B. Equalizer einfach zumachen kann.


Jede Funktion ist dabei ein einzelnes Fenster. So kann man z.B. nur das Fenster mit den Funktionen "Play" usw. und die Wiedergabeliste offen halten und so Platz auf dem Desktop sparen. (dies ist unter Linux zwar kein Kriterium, da man mehrere Desktops hat, aber jeder möchte es gerne anders haben)

Diese beiden Programme reichen meines Erachtens aus, um unter Ubuntu Linux den perfekten Musikgenuss zu erleben. Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Programme, die kostenlos verfügbar sind, aber ich möchte hier ja auch nur meine Favoriten auflisten :-)

Video's anschauen

Um Video's anzuschauen, habe ich nur einen einzigen Player bei mir installiert. Der Totem Player. Dieser kann auch dazu genutzt werden, um Musik zu hören, oben genannte Programme sind dazu aber meiner Meinung nach besser dafür.


Mit dem Totem Movie Player lassen sich so ziemlich alle Videoformate abspielen (vorrausgesetzt alle Codec sind installiert). Selbst das Flash Format FLV, welches Internetfilme von YouTube und Co. haben, können in Totem abgespielt werden. Wobei wir auch schon bei der nächsten Funktion wären: YouTube

Der Totemplayer beinhaltet die Funktion, YouTube Video's direkt im Player anzuschauen, ohne dabei auf der Seite von YouTube zu sein.

Auf der rechten Seite des Players, quasi über der Wiedergabeliste gibt es ein Dropdown Menu, in dem man YouTube einstellen kann. Gibt man dann zum Beispiel Ubuntu ein, werden alle Ergebnisse angezeigt, sowie ähnliche Ergebnisse.

Per Doppelklick auf ein Video in der Auswahlliste, lassen sich diese nun im Player abspielen. Bei guter Qualität kann man nun sogar YouTube Video's im Vollbildschirm-Modus gucken. Direkt speichern lassen sich Video's jedoch nicht.
Jedoch ein sehr nützliches Tool.



Internet TV mit dem Zattoo Player

Dank Zattoo ist das fernsehen auf dem PC so einfach geworden,
wie Musik hören. Zattoo kann man kostenlos auf der Internetseite
herunter laden und auf seinem Rechner installieren. Zattoo bietet
mehr als 60 TV- und Radiosender an, die man ganz einfach auswählen
und anschauen kann. Unteranderem kann man alle öffentlich rechtlichen
TV Sender, sowie eine unmenge andere wie z.B. DSF angucken. Das Programm ist
ein paar Sekunden mit dem Programm im Fernseher zeitversetzt, da die Live-Streams etwas brauchen, um über's weite Netz in deinen Rechner zu kommen. Zattoo bietet unteranderem auch eine Fernsehzeitung mit im Programm an, wo man sehen kann, welche Sendung auf den verfügbaren Sendern laufen. Sehr nützlich und praktikabel!


Ich hoffe, hier einen kleinen Überblick über die Multimediamöglichkeiten verschafft zu haben.

Eine Vorstellung des Bildverwaltungsprogramm F-Spot, mit dem sich digitale Fotos verwalten lassen, sowie eine Vorstellung von Gimp, dem Programm unter Linux um Bilder zu bearbeiten, folgt in kürze.

Ebenso werde ich Brasero Disk Burning vorstellen, mit dem Ihr eure CDs/DVDs brennen könnt.

Sonntag, 25. Mai 2008

Avant Window Navigator - die Dockleiste ala Apple






Seit dem Release von Ubuntu 8.04 LTS "Hardy Heron", befindet sich ein sehr nettes Tool in den Paketdaten von Ubuntu.

Der Avant Window Navigator (AWN), bringt die bereits aus Apple bekannte Dockleiste
auf den Ubuntu Desktop. Auf dieser Dockleiste kann meine seine Lieblingsanwendungen hinterlegen um von dort aus direkt einen Schnellstart dieser Programme zu machen.

Die Installation:

einfach unter System->Systemverwaltung->Synaptic-Paketverwaltung auf "suchen" und den Begriff "avant" eingeben.
Nachdem die Suche beendet ist, habt Ihr nun das Paket "avant-window-navigator" welches Ihr zur Installation markieren müsst. Anschließend einfach nur auf "Anwenden" und die Installation startet.
Den AWN findet Ihr nun unter "Anwendungen->Zubehör"



Nun müßt Ihr euch den AWN nach eigenen Wünschen einrichten und euer Desktop steht keinem Apple Desktop mehr nach. Die Programme lassen sich zum Beispiel einfach über die "Drag & Drop" Funktion in das Dock ziehen.
Also einfach unter "Anwendungen" eine Anwendung aussuchen, markieren und mit gedrückte linker Maustaste in das Dock ziehen.