Sonntag, 20. Juli 2008

Multimedia mit Ubuntu

Für viele Nutzer ist Multimedia das wichtigste was ein PC heutzutage können muss (mal von den Zockern abgesehen). Ich wäre auch nicht zu Ubuntu gewechselt, würde Ubuntu keine gute Multimedialösung anbieten. In diesem Artikel möchte ich euch meine Anwendungen vorstellen, mit denen man unter Ubuntu Linux Musik hören kann, Video's gucken kann, Bilder bearbeiten und verwalten kann, sowie DVD's und CD's brennen kann.

Eins ist schon einmal aus meiner Sicht gesagt: Unter Ubuntu gehen diese Sachen problemloser und stabiler als mit kommerziellen Anwendungen unter Windows.

Musik / MP3's / Audio / Podcasts

Zunächst sollte jeder sicherstellen, daß alle notwendigen Codec installiert sind.
Dazu bitte den Post "Was muss noch zusätzlich installiert werden?" lesen.

Ich benutze zur Zeit lediglich ein Programm, um meine MP3's / Podcasts und Audiodateien zu hören: Rhythmbox-Musikplayer.

Rhythmbox ist bereits in der Grundinstallation von Ubuntu enthalten und muss eigentlich nur noch mit den auf dem Rechner befindlichen Musikstücken gefüllt werden. Wie bei iTunes oder dem Winamp Mediaplayer kann man Rhythmbox mit Wiedergabelisten bestücken, in denen man zum Beispiel seine Lieblingsmusikstücke hat, um nicht die ganze Bibliothek an Musikstück durchsuchen zu müssen. In der Musikbibliothek lassen sich die Songs nach Artist und Album sortieren. Eine sehr nützlich Funktion, wenn man mehrere hunderte Songs auf dem Rechner hat und einen bestimmten Song sucht oder man eine Wiedergabeliste zusammenstellen möchte.


Eine weitere Funktion ist die der Podcasts.

In Rhythmbox kann man die URL des Lieblingspodcasts einfach eingeben und schon werden alle verfügbaren Podcasts angezeigt und zu anhören bereitsgestellt. In meinen Podcast-Feeds sind zum Beispiel die CAZ "Welcome to your Weekend-Mix" nicht weg zu denken. Durch die Aktualisierungsfunktion werden neue Podcasts automatisch geladen und man verpasst keinen Podcast mehr.






Ein weiteres Programm, welches man in den Paketquellen findet, muss an dieser Stelle auch noch genannt werden, Audacious. Möchte man keine so umfangreiche Musikbibliothek nutzen wie Rhythmbox sondern einfach nur mal ein ganzen Album laden und dieses durch hören, oder eine einzelen Wiedergabeliste, ist Audacious eigentlich perfekt dafür. Dieser Player ist mit Winamp in früheren Jahren zu vergleichen, da es sehr einfach aufgebaut ist und man Fenster wie z.B. Equalizer einfach zumachen kann.


Jede Funktion ist dabei ein einzelnes Fenster. So kann man z.B. nur das Fenster mit den Funktionen "Play" usw. und die Wiedergabeliste offen halten und so Platz auf dem Desktop sparen. (dies ist unter Linux zwar kein Kriterium, da man mehrere Desktops hat, aber jeder möchte es gerne anders haben)

Diese beiden Programme reichen meines Erachtens aus, um unter Ubuntu Linux den perfekten Musikgenuss zu erleben. Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Programme, die kostenlos verfügbar sind, aber ich möchte hier ja auch nur meine Favoriten auflisten :-)

Video's anschauen

Um Video's anzuschauen, habe ich nur einen einzigen Player bei mir installiert. Der Totem Player. Dieser kann auch dazu genutzt werden, um Musik zu hören, oben genannte Programme sind dazu aber meiner Meinung nach besser dafür.


Mit dem Totem Movie Player lassen sich so ziemlich alle Videoformate abspielen (vorrausgesetzt alle Codec sind installiert). Selbst das Flash Format FLV, welches Internetfilme von YouTube und Co. haben, können in Totem abgespielt werden. Wobei wir auch schon bei der nächsten Funktion wären: YouTube

Der Totemplayer beinhaltet die Funktion, YouTube Video's direkt im Player anzuschauen, ohne dabei auf der Seite von YouTube zu sein.

Auf der rechten Seite des Players, quasi über der Wiedergabeliste gibt es ein Dropdown Menu, in dem man YouTube einstellen kann. Gibt man dann zum Beispiel Ubuntu ein, werden alle Ergebnisse angezeigt, sowie ähnliche Ergebnisse.

Per Doppelklick auf ein Video in der Auswahlliste, lassen sich diese nun im Player abspielen. Bei guter Qualität kann man nun sogar YouTube Video's im Vollbildschirm-Modus gucken. Direkt speichern lassen sich Video's jedoch nicht.
Jedoch ein sehr nützliches Tool.



Internet TV mit dem Zattoo Player

Dank Zattoo ist das fernsehen auf dem PC so einfach geworden,
wie Musik hören. Zattoo kann man kostenlos auf der Internetseite
herunter laden und auf seinem Rechner installieren. Zattoo bietet
mehr als 60 TV- und Radiosender an, die man ganz einfach auswählen
und anschauen kann. Unteranderem kann man alle öffentlich rechtlichen
TV Sender, sowie eine unmenge andere wie z.B. DSF angucken. Das Programm ist
ein paar Sekunden mit dem Programm im Fernseher zeitversetzt, da die Live-Streams etwas brauchen, um über's weite Netz in deinen Rechner zu kommen. Zattoo bietet unteranderem auch eine Fernsehzeitung mit im Programm an, wo man sehen kann, welche Sendung auf den verfügbaren Sendern laufen. Sehr nützlich und praktikabel!


Ich hoffe, hier einen kleinen Überblick über die Multimediamöglichkeiten verschafft zu haben.

Eine Vorstellung des Bildverwaltungsprogramm F-Spot, mit dem sich digitale Fotos verwalten lassen, sowie eine Vorstellung von Gimp, dem Programm unter Linux um Bilder zu bearbeiten, folgt in kürze.

Ebenso werde ich Brasero Disk Burning vorstellen, mit dem Ihr eure CDs/DVDs brennen könnt.

Sonntag, 25. Mai 2008

Avant Window Navigator - die Dockleiste ala Apple






Seit dem Release von Ubuntu 8.04 LTS "Hardy Heron", befindet sich ein sehr nettes Tool in den Paketdaten von Ubuntu.

Der Avant Window Navigator (AWN), bringt die bereits aus Apple bekannte Dockleiste
auf den Ubuntu Desktop. Auf dieser Dockleiste kann meine seine Lieblingsanwendungen hinterlegen um von dort aus direkt einen Schnellstart dieser Programme zu machen.

Die Installation:

einfach unter System->Systemverwaltung->Synaptic-Paketverwaltung auf "suchen" und den Begriff "avant" eingeben.
Nachdem die Suche beendet ist, habt Ihr nun das Paket "avant-window-navigator" welches Ihr zur Installation markieren müsst. Anschließend einfach nur auf "Anwenden" und die Installation startet.
Den AWN findet Ihr nun unter "Anwendungen->Zubehör"



Nun müßt Ihr euch den AWN nach eigenen Wünschen einrichten und euer Desktop steht keinem Apple Desktop mehr nach. Die Programme lassen sich zum Beispiel einfach über die "Drag & Drop" Funktion in das Dock ziehen.
Also einfach unter "Anwendungen" eine Anwendung aussuchen, markieren und mit gedrückte linker Maustaste in das Dock ziehen.




Mittwoch, 19. März 2008

Was muss noch zusätzlich installiert werden?

Generell bringt Ubuntu viele Softwarepakete mit der Grundinstallation mit. In der Grundinstallation unteranderem folgende Programme enthalten:

  • Open Office - ein Programm wie Mircosoftoffice welches ein Textprogramm wie Word, ein Tabellenprogramm wie Excel, ein Präsentationsprogramm wie Powerpoint und ein Datenbankprogramm wie Access enthält
  • Evolution - ein Emailprogramm mit Kalenderfunktion wir man es von MS Outlook kennt
  • Firefox - der bekannte Webbrowser
  • Pidgin, ein Messenger der vielen Protokolle wie ICQ und MSN beinhaltet
  • Gimp - ein Bildbearbeitungsprogramm welches mit Paint.net vergleichbar ist
  • Totem Videoplayer - mit dem Windows Media Player vergleichbar
  • und viele mehr
Um Ubuntu jedoch zum vollwertigen Windowsersatz zu machen, muss man einige Programme zusätzlich installieren, welche alle über den Paketmanager oder unter Anwendungen->Hinzufügen/Entfernen verfügbar sind. WICHTIG: Um zusätzliche Installationen zu machen, muss eine Internetverbindung bestehen, da die aktuellsten Softwarepakete direkt aus dem Netz geladen und installiert werden. Es sei denn Ihr besitzt eine DVD mit der aktuellsten Version!

Musik und Video

Um Ubuntu zum vollwertigen Media-Betriebssystem zu machen müssen unteranderem ein paar Codecs installiert werden, da diese (wie z.B. der MP3 Codec) nicht in der Grundinstallation enthalten sind. Hierzu installiert Ihr folgendes:

GStreamer ffmeg video plugin - ermöglicht euch das hören von MP3s, WMV Dateien, MPEG Dateien und viele mehr

Audacious - ein Player mit Winamp zu vergleichen

Amarok - ein genialler Player der iTunes von Apple ähnlich ist. Hier habt Ihr unteranderem eine Mediencollection, welche den PC nach allen Musikstücken automatisch scannet und zum Wiedergeben anzeigt. Außerdem steht euch die Funktion des Podcastempfangs zur Verfügung und bei bestehender Internetverbindung wird zu jedem Titel / Interpreten unter "Context" Informationen zum Interpreten von Wikipedia geladen. Habt Ihr außerdem K3B installiert, könnt Ihr eure Musiksammlung direkt brennen.

K3B - ein Brennprogramm wie Nero


Internet & Email

Um das Internet gut zu nutzen, solltet Ihr folgende Programme installieren:

Skype - VoIP Software, welche auch als Messenger genutzt werden kann. Videotelefonie ist auch möglich. Skype ist nicht in den Paketquellen enthalten, kann aber hier runtergeladen werden. Nach dem Download könnt Ihr Skype über den Paketmanager installieren.

Thunderbird - meiner Meinung nach besser als Evolution. Thunderbird ist ebenfalls ein Emailprogramm welches in den Paketquellen vorhanden ist. Thunderbird liefert über die Website viele nützliche Add-Ons.

Macromedia Flash Plugin - um die Darstellung von Internetseiten zu optimieren bzw. bei Seiten mit Flash Plugins die Darstellung zu ermöglichen.

Desktop & Grafik

Um Ubuntu's grafische Oberfläsche optimal zu konfigurieren, solltet Ihr folgende Programme installieren

Advanced Desktop Effect Settings - dieses Programm macht Ubuntu aus grafischer Sicht zum vollwärtigen Vistaersatz. Siehe diverse Ubuntu Video's auf YouTube.

Art Manager - mit diesem hilfreichen Programm könnt Ihr leicht Hindergründe, Ordnerlayouts und viele andere Bilder zum tunen von Ubuntu runterladen und installieren

Splash Screen - damit könnt Ihr den Ladebildschirm zwischen der Anmeldung und dem Dektop (nach dem System hochgefahren ist) grafisch optimieren.

Screenlets - Screenlets sind wie die unter Windows bekannten Widgets. Damit könnt Ihr euch eine Uhr, das Wetter, einen Kalender und viele andere nette Screenlets auf den Desktop laden bzw. diese in den Desktop intigrieren.

Ich denke, daß ich bei weitem nicht alle nützliche Zusatzsoftware hier aufgeführt habe. Die oben genannten solltet Ihr jedoch auf jedenfall installieren, da wie ich finde diese ein Muss sind.

Weitere Tipps zu zusätzlicher Software findet Ihr unter Wikis bei Ubuntuusers.de





Sonntag, 16. März 2008

Die Installation


Die Installation von Ubuntu
Ubuntu installieren ist wirklich kinderleicht. Zunächst müßt Ihr euch natürlich eine aktuelle Ubuntu Linux Version besorgen. Dies kann man sich entweder bei www.ubuntu.com kostenlos auf einer CD bestellen, oder Ihr ladet euch die neueste Version einfach unter www.ubuntuusers.de herunter (ca.700 MB). Nach dem Download müßt Ihr die ISO-Datei auf eine CD brennen. Habt Ihr dies gemacht, könnt Ihr mit der Installation los legen, jedoch solltet Ihr folgendes beachten:

  • Ubuntu kann unter Windows problemlos installiert werden. Es ist jedoch zu empfehlen, alle Daten vorher zu sichern, da bei der Installation auch mal was schief gehen kann. Bei mir hat jedoch alles prima geklappt.
  • Ihr solltet die Installation mit einer bestehenden Internetverbindung machen, da neueste Updates dann direkt runtergeladen werden können. Außerdem muss man nach der Hauptinstallation noch einige Extrainstallationen machen, wobei die Softwarepakete heruntergeladen werden müssen
Nach dem Ihr die CD eingelegt habt und euer PC von der CD aus bootet, läuft das System zunächst direkt von der CD als Live-Version. Ihr könnt euch Ubuntu erst einmal in Ruhe angucken, wobei alle Features nur nach vollständiger Installation nutzbar sind. Die Installation könnt Ihr nun direkt vom Desktop euer Live-Version starten.

Schritt 1 der Installation: Ihr wählt die Sprache aus
Schritt 2: Auswahl der Zeitzone
Schritt 3: Tastatureinstellung - da es weltweit unterschiedlich Tastaturen gibt, müßt Ihr eure Tastatur auswählen. Die richtige wäre hier "Germany Eliminated Dead Keys"
Schritt 4: Auswahl der Partition auf der Ubuntu installiert werden soll.
Hier könnt Ihr auswählen, ob freier unpartitionierter Speicher genutzt werden soll, oder ob Ihr eine vorhandene Partition teilt. Meißt hat mann keinen freien Speicher mehr und muss die Partition teilen. Es ist hierbei zu empfehlen, nicht die Partition zu teilen auf der Windows installiert ist, sondern auf einer anderen Partition. Man kann nun mit einem Schieberegler die Partitionsgröße einstellen.
Anschließend kommt man in das Menu "Partition vorbereiten".
WICHTIG: Für die Partition, auf die Ubuntu installiert werden soll, muss als Mount Point / (bedeutet "Root") ausgewählt werden, sonst beschwert sich das Installationsprogramm, dass keine Root-Partition festgelegt wurde. Dazu klickt man zuerst auf die Partition auf die Ubuntu installiert werden soll, anschließend auf "Edit partition" und wählt dann als "Mount Point" / .
Schritt 5: Benutzerdaten übernehmen - hier könnt Ihr Benutzerdaten von anderen Linuxinstallationen übernehmen. Hier gehe ich jedoch nicht näher darauf ein, da in den meißten Fällen vorher keine Linuxinstallation erfolgt ist.
Schritt 6: Benutzerdaten erstellen
Schritt 7: Überprüfen und Auswahl, hier bekommt man noch einmal eine Zusammenfassung der zuvor eingegebenen Einstellung die man überprüfen kann und notfalls etwas ändern kann, indem man "zurück" geht.
In Klick auf "Install" führt nun die Installation durch. Danach ist ein Neustart erforderlich, bei dem man die CD entfernen muss.

Die Installation ist wirklich spielend einfach. Probiert es aus, es wird sich lohnen! Mehr support zum Thema Ubuntu installation findet Ihr hier

Im nächsten Blog erfahrt Ihr, welche Pakete Ihr zusätzlich installieren müßt, um Ubuntu zu eurem vollwertigem Vistaersatz zu machen.